Steigende Mieten im Sommer: Raus aus dem Mietwahnsinn (+ Mieterrechte!)
Spoiler: Ich hab mal 800 € für eine 2-Zimmer-Altbauwohnung gezahlt. Ohne Balkon. Mit Schimmel. Im Sommer mit 33 Grad im Schlafzimmer. Und ich hatte keinen Überblick über meine Mieterrechte!
Und trotzdem dachte ich: „Na ja, ist halt normal.“
Tja. Das war’s nicht und sollte es auch nicht sein. Damals habe ich nicht gewusst, dass es einen realistischen Ausweg gibt und dass ich hätte früher aus dem Mietkarussell aussteigen können, wenn ich gecheckt hätte, wie einfach es ist, sein Gehalt mit einem Nebeneinkommen aufzustocken und sich mehr leisten zu können.
In diesem Artikel zeige ich dir:
- Warum gerade im Sommer Mieten durch die Decke gehen (und was das mit Hochzeiten, Eis und Umzugswellen zu tun hat)
- Wie du dir mit einem Side Hustle ein finanzielles Polster aufbaust, um endlich raus aus der Mietfalle zu kommen
- Welche konkreten Ideen (inkl. Tools & Plattformen) du sofort umsetzen kannst – auch als Mama mit rastlosem Baby und kaltem Kaffee in der Hand
- Und: Wie du Schritt für Schritt dein Gehalt so aufstockst, dass du dir ein Haus leisten kannst – trotz Mini-Einkommen wegen Elternzeit, Teilzeit oder einfach weil dein Arbeitgeber dich bei der heutigen Inflation dich nicht angemessen bezahlt
Warum steigen Mieten im Sommer?
Kleine Anekdote gefällig?
Vor zwei Jahren im Juli mit einem riesigen Bauch hochschwanger auf dem Sofa, schwitzte in meinen Thrombosestrümpfen wie ein Döner im Imbiss und suchte online nach einer größeren Wohnung.
Was ich fand? Preise, bei denen ich dachte, ich hätte versehentlich auf „Villa mit Pool“ gefiltert. Dafür gab es früher ein ganzes Haus mit Garten zur Miete, aber diese Zeiten sind leider vorbei.
Erschreckender Fakt:
In vielen Städten steigen die Angebotsmieten im Sommer um bis zu 8 % – besonders in Ballungsräumen wie Berlin, München oder Köln.
Warum?
- Uni-Beginn & Ausbildungsstart: Ab Juli/August suchen hunderttausende Studierende und Azubis Wohnraum.
- Familien ziehen um: Wer mit Kindern umzieht, macht das bevorzugt in den Sommerferien.
- Wohnungswechsel nach Trennungen: Ja, auch das passiert verstärkt im Sommer. Don’t ask why.
- Hochzeits- & Babyboom: Klingt romantisch. Ist aber für den Wohnungsmarkt ein Albtraum, wenn plötzlich Platz für zwei (oder drei) gebraucht wird.
Heißt: Wer im Sommer mietet, zahlt oft mehr – für weniger. Und es wird Jahr für Jahr schlimmer.
Deine Mieterrechte bei einer Mieterhöhung: Was du wissen musst, bevor du zustimmst
Bevor wir uns gleich in Nebeneinkommen & Exit-Strategien aus dem Mietwahnsinn stürzen, lass uns kurz klären, was du dir als Mieterin eigentlich nicht gefallen lassen musst.
Denn: Nur weil dein Vermieter im Sommer plötzlich auf „Mallorca-Preise“ umschaltet, heißt das nicht, dass du alles einfach schlucken musst.
Hier kommen deine wichtigsten Mieterrechte bei Mieterhöhungen:
1. Es gibt klare gesetzliche Grenzen (Stichwort: Kappungsgrenze)
Der Vermieter darf die Miete in 3 Jahren maximal um 20 % erhöhen – in manchen Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt (z. B. Berlin, München, Köln) sogar nur 15 %.
👉 Das nennt sich Kappungsgrenze (§ 558 Absatz 3 BGB).
2. Die Mieterhöhung muss schriftlich angekündigt werden
Du darfst nicht überrumpelt werden. Eine mündliche Info oder ein Zettel im Hausflur reicht nicht.
Die Mieterhöhung muss schriftlich erfolgen – mit Begründung, z. B. durch Verweis auf den Mietspiegel, Vergleichswohnungen oder modernisierungsbedingte Maßnahmen.
3. Die ortsübliche Vergleichsmiete muss beachtet werden
Vermieter dürfen nicht einfach frei erhöhen – sie müssen sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren.
👉 Die findest du im Mietspiegel deiner Stadt (gibt’s meist online auf der Website der Stadtverwaltung).
4. Du hast 2 Monate Zeit, um zu prüfen
Du musst nicht sofort zustimmen. Du hast eine Zustimmungsfrist von zwei Monaten, in der du rechtlich prüfen (oder prüfen lassen) kannst, ob die Erhöhung überhaupt zulässig ist.
5. Du darfst widersprechen
Wenn dir die Erhöhung nicht rechtmäßig erscheint, kannst du widersprechen.
Am besten schriftlich – und mit Verweis auf z. B. falsche Angaben oder nicht nachvollziehbare Vergleichsmieten.
6. Du kannst dich kostenlos beraten lassen
Du bist nicht allein – es gibt gute Anlaufstellen für dich:
- Mietervereine (z. B. Deutscher Mieterbund): Hier bekommst du fundierte Beratung & Musterschreiben
- Verbraucherzentrale
- Online-Portale wie Mietrecht.de oder MieterEngel
- Oder: Lass die Erhöhung von einem Anwalt für Mietrecht prüfen (oft gibt’s kostenlose Erstgespräche)
7. Modernisierungen = Sonderfall
Wenn dein Vermieter modernisiert hat (z. B. Wärmedämmung, neue Fenster), darf er 8 % der Kosten auf die Jahresmiete umlegen.
Aber: Nicht jede Schönheitsreparatur zählt! Und auch hier muss er dich 3 Monate vorher schriftlich informieren.
Mini-Mieterrechte-Checkliste: Wenn eine Mieterhöhung ins Haus flattert
- Kam sie schriftlich?
- Bezieht sie sich auf den Mietspiegel oder Vergleichswohnungen?
- Liegt sie unter der Kappungsgrenze (15–20 %)?
- Ist seit der letzten Mieterhöhung mindestens 1 Jahr vergangen?
- Hast du 2 Monate Zeit zum Prüfen?
- Gibt’s Hilfe vom Mieterverein?
Wenn du 1x „nein“ sagen kannst – leg den Kugelschreiber wieder weg. Du musst nichts überstürzt unterschreiben und kannst deine Mieterrechte geltend machen.
So machst du deine Mieterrechte bei einer Mieterhöhung geltend – Schritt für Schritt
Wissen ist Macht – aber nur, wenn du auch handelst.
Hier kommt eine einfache Anleitung, wie du bei einer Mieterhöhung nicht nur innerlich rebellierst (been there 😅), sondern rechtlich sicher und selbstbewusst reagierst:
Schritt 1: Ruhe bewahren & Fristen notieren
Wenn du ein Mieterhöhungsschreiben bekommst:
- Nicht sofort unterschreiben.
- Lies alles in Ruhe durch und markiere dir das Datum des Eingangs.
- Die Zustimmungsfrist beträgt zwei volle Monate ab Zugang – diese Zeit darfst (und solltest) du nutzen.
Schritt 2: Schriftstück prüfen (oder prüfen lassen)
Achte auf:
- Formfehler: War die Begründung vollständig (z. B. Mietspiegel, Vergleichswohnungen)?
- Höhe der Miete: Liegt sie noch im Rahmen der ortsüblichen Vergleichsmiete?
- Kappungsgrenze eingehalten? (max. 15–20 % in 3 Jahren?)
- Zeitpunkt korrekt? (zwischen zwei Erhöhungen muss mindestens 1 Jahr liegen)
📌 Tipp:
Du kannst die Angaben selbst recherchieren (z. B. Mietspiegel deiner Stadt googeln) oder dir Hilfe holen:
- Mieterverein (kostet meist ca. 60–80 € im Jahr – lohnt sich oft nach dem ersten Brief!)
- Verbraucherzentrale
- Mietrechtsanwalt (Erstgespräch oft kostenlos)
Schritt 3: Schriftlich zustimmen – oder widersprechen
Wenn alles korrekt ist:
Dann kannst du der Mieterhöhung schriftlich zustimmen – formlos, per Brief oder E-Mail, z. B.:
„Hiermit stimme ich der Mieterhöhung zum [Datum] zu.“
Wenn du Zweifel hast oder sie unrechtmäßig erscheint:
Dann solltest du schriftlich widersprechen, z. B. so:
„Ich widerspreche der Mieterhöhung vom [Datum], da diese nach meiner Einschätzung nicht den gesetzlichen Voraussetzungen (§ 558 BGB) entspricht. Bitte überarbeiten Sie die Forderung unter Berücksichtigung der ortsüblichen Vergleichsmiete.“
📝 Wichtig:
- Immer per Einschreiben oder mit Lesebestätigung per E-Mail verschicken
- Kopie für dich behalten
- Optional: Frist zur Stellungnahme setzen (z. B. 14 Tage)
Schritt 4: Mieterhöhung vor Gericht?
Wenn du nicht zustimmst, kann der Vermieter die Zustimmung einklagen.
Aber: Solange kein Gerichtsurteil vorliegt, musst du die neue Miete nicht zahlen.
Du zahlst weiterhin den alten Betrag – bis eine Entscheidung gefallen ist.
💡 Viele Vermieter verzichten bei berechtigtem Widerspruch auf eine Klage – du hast also gute Chancen, wenn du gut argumentierst oder dich beraten lässt.
Mietwahnsinn: Das Problem hinter dem Problem
Wenn die Miete monatlich 1.200 € verschlingt, bleibt vom Gehalt oft nix mehr übrig. Vor allem in der Elternzeit, Teilzeit oder als Alleinerziehende. Und sparen für ein Eigenheim? Pfff. Wie denn, wenn am Monatsende exakt 0,00 € auf dem Konto bleiben?
Aber: Es gibt einen Ausweg. Mieterrechte hin oder her – du willst nicht für immer von deinem Vermieter abhängig sein. Und dieser Ausweg heißt nicht Lotto oder reicher Onkel, sondern Side Hustle! Deswegen sind wir hier bei Hustle dich heim, ne? 😉
Wie du mit Nebeneinkommen dem Mietwahnsinn entkommst
Ich weiß, „Nebeneinkommen“ klingt nach Stress.
Aber was, wenn du mit 2 Stunden pro Woche schon 200 € dazuverdienen könntest?
Oder dir langfristig ein kleines Online Business aufbaust, das monatlich 500–1.000 € bringt – ganz ohne feste Arbeitszeiten, Chef oder Kundentermine?
Genau das habe ich gemacht.
Während mein Baby geschlafen hat, habe ich kleine Produkte auf Etsy erstellt. Später kam ein Blog dazu. Und Affiliate-Links. Und ein Minikurs. Du kannst unendlich weitermachen und dich Stück für Stück vergrößern. Heute wohnen wir im eigenen Haus – mit Garten und Sandkasten, wo mein kleiner Junge spielen kann (genau davon habe ich nämlich immer geträumt!)
(Und ja, ich musste keine Fotos von meinen Füßen auf OnlyFans verkaufen 😅)
Was bringt dir das konkret?
- Mehr Luft am Monatsende
→ 300 € Extra im Monat = 3.600 € im Jahr. Und das steuerlich clever gemacht. - Bessere Chancen auf einen Kredit
→ Banken lieben es, wenn du Einnahmen aus mehreren Quellen hast. - Eigenkapital schneller aufbauen
→ Für Notarkosten, Grunderwerbssteuer, Carport & Co. - Mehr Sicherheit für die Familie
→ Wenn das Haupteinkommen wegfällt (z. B. Krankheit, Kündigung), ist das Nebeneinkommen deine Rettung.
Nebeneinkommen im Mama-Alltag: 7 einfache Ideen, mit denen du heute starten kannst
Du brauchst kein Startkapital, kein Büro, keine Angestellten. Nur eine Idee – und ein bisschen Mut.
1. Digitale Produkte erstellen
Zum Beispiel:
- Wochenplaner für Familien
- Kita-Eingewöhnungs-Checklisten
- Still-Tracker
- Geburtstagsplaner
🛠 Tools: Canva, ChatGPT (Hallo 😄), Etsy
💡 Plattformen: Etsy, Ablefy, Digistore24
2. Blog starten & Affiliate Marketing
Du schreibst gern? Dann starte einen Blog über ein Thema, das dir liegt (z. B. Finanzen für Mamas, nachhaltiges Leben mit Kindern, Hausbau auf dem Land…)
💸 Verdiene mit Affiliate Links für:
- Amazon PartnerNet
- Tools wie Notion, Canva, etc.
👉 Lies hier: So bekommst du 30.000 € KfW-Förderung für dein Haus (auch mit wenig Gehalt!)
3. Canva-Vorlagen verkaufen
Mach schöne Vorlagen für Social Media, Lehrer*innen, Hochzeitsplaner – oder andere Mamas.
🛠 Tools: Canva Pro, Creative Market
📍 Plattformen: Etsy, Gumroad
4. Mini-Kurse erstellen
Teile dein Wissen: Stilltipps, gesunde Ernährung, Basteln mit Kleinkindern, Ordnung im Familienalltag…
🛠 Tools: Loom, Ablefy, Udemy
💡 Idee: „10 Bauch-Übungen für Mamas im Baby-Alltag“
5. E-Books schreiben
Egal ob Ratgeber, Tagebuchvorlage oder kreative Rezepte für Kinder – E-Books verkaufen sich gut.
📍 Plattformen: Amazon KDP, Digistore24
6. VA (Virtuelle Assistenz)
Hilf anderen Selbstständigen mit Social Media, E-Mail-Support, Recherchen, etc.
📍 Plattformen: freelancermap.de, twago.de
7. 📷 Printables für Kinder
Rätsel, Malvorlagen, Montessori-Materialien… Eltern lieben sowas.
Und du kannst sie einmal erstellen – und 100x verkaufen.
👉 Du willst direkt loslegen? Dann hol dir hier mein Starterkit – und zwar für 0 Euro:
➡️ Deine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Nebeneinkommen
Was du beachten musst, wenn du nebenbei arbeitest
1. Steuerlich anmelden
Ja, auch kleine Einnahmen musst du beim Finanzamt angeben.
→ Tipp: Kleinunternehmerregelung nutzen
2. Zeitmanagement
Setz dir klare Zeiten – z. B. während Mittagsschlaf, abends 1 Stunde oder am Wochenende
3. Keine Perfektion!
Ein unperfekter Start ist besser als gar keiner. Mach einfach. Optimieren kannst du später.
Typische Fragen zum Nebeneinkommen im Alltag
❓Wie viel Zeit brauche ich dafür?
Realistisch: 2–5 Stunden pro Woche für den Start
Das reicht, um ein erstes digitales Produkt zu erstellen, deinen Blog aufzusetzen oder deinen Etsy-Shop zu starten.
❓Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Das kommt auf die Idee an.
Manche verdienen nach 2 Wochen die ersten 20 €, andere brauchen 2 Monate. Aber es geht – versprochen.
❓Brauche ich technische Kenntnisse?
Nope.
Canva, Etsy, Ablefy & Co. sind idiotensicher (und ich war der Beweis 😄)
❓Muss ich mich selbstständig machen?
Du brauchst ein „Kleingewerbe“.
Einmal beim Gewerbeamt anmelden (kostet ca. 25–40 € und geht in der Regel online) – und los geht’s.
Fazit: Dein Weg raus aus dem Mietwahnsinn beginnt mit einer Entscheidung
Auch wenn du deine Mieterrechte jetzt kennst: Ich weiß, wie es ist, wenn du abends die Konto-App öffnest und dir denkst: „Wie sollen wir jemals ein Haus kaufen, wenn uns schon die Miete auffrisst?“
Aber ich weiß auch, wie es ist, auf der eigenen Terrasse zu sitzen, während dein Kind barfuß durch den Garten rennt – und du plötzlich das Gefühl hast, wirklich angekommen zu sein.
Du brauchst nicht sofort ein Business-Imperium. Du brauchst nur den ersten Schritt.
Oder lies weiter:
So bekommst du 30.000 € KfW Förderung für dein Haus (auch mit wenig Gehalt!)
Tiny House in Deutschland bauen
Und denk dran:
Wenn ich das mit Kind, Elternzeit und maximalem Kaffeedurst geschafft habe – dann schaffst du das auch.
Wirklich.
Das glaubt mir keiner. Aber du wirst es erleben.







