Mieten oder kaufen? Was ist besser?

mieten oder kaufen was ist besser

Mieten oder kaufen? Wie du erkennst, ob jetzt dein Zeitpunkt ist

Der Traum vom Eigenheim ist stark – aber auch die Zweifel sind groß. Gerade in Zeiten von hohen Zinsen, steigenden Baukosten und unsicherer Wirtschaft fragen sich viele: Soll ich jetzt kaufen – oder doch lieber weiter mieten?

In diesem Beitrag helfe ich dir, Klarheit zu gewinnen. Keine leeren Versprechen, sondern ehrliche Fragen, die du dir stellen kannst, um die richtige Entscheidung für dich zu treffen.

Mieten oder Kaufen – Was ist besser? Der direkte Vergleich

KategorieMietenKaufen
Monatliche BelastungPlanbar – aber Miete steigt fast immer regelmäßigAnfangs höher, aber langfristig stabil – du zahlst für dein Zuhause
VermögensaufbauNull. Du zahlst das Haus des Vermieters ab.Ja! Jede Rate gehört am Ende dir (nicht dem Vermieter)
FlexibilitätHoch – du kannst schnell umziehenGeringer – Hausverkauf dauert, Standort ist fix
NebenkostenBetriebskosten & evtl. kleinere UmlagenKaufnebenkosten + Instandhaltung + Grundsteuer
VerantwortungVermieter kümmert sich um ReparaturenAlles liegt bei dir – aber du entscheidest selbst
GestaltungsfreiheitOft eingeschränkt (keine Wand durchbrechen, kein Trampolin im Garten)100 % du! Farbe, Küche, Garten – alles so wie du willst
Sicherheit im AlterMietzahlungen bleiben – auch im RuhestandSobald abbezahlt: mietfrei wohnen – Gold wert im Alter
Mietrecht & KündigungRisiko: Kündigung bei EigenbedarfNiemand kann dich „rauswerfen“ – dein Zuhause bleibt
Planung für FamilieBegrenzter Platz, oft ohne GartenZukunftssicher für Kinder, Haustiere & Nestbau-Träume
Emotionale KomponenteImmer irgendwie „zur Zwischenmiete“Ein Für immer-Zuhause


Wenn du langfristig bleiben willst, mit Familie planst und bereit bist, Verantwortung zu übernehmen (und clever finanzierst), dann ist Kaufen oft die bessere Entscheidung – selbst mit kleinem Gehalt.
Mieten bleibt ideal, wenn du flexibel bleiben musst oder dir noch Zeit zum Eigenkapital-Aufbau gibst.


Rechenbeispiel: Miete vs. Kauf – was lohnt sich wirklich?

Zahlen lügen nicht – aber sie sagen auch nicht immer die ganze Wahrheit. Deshalb hab ich dir hier ein konkretes Beispiel aufgeschrieben, wie viel Geld du über die Jahre bei der Miete „verlierst“ – und was beim Kauf wirklich übrig bleibt.

Und Achtung: Spoiler – der Unterschied ist riesig.


Szenario 1: 10 Jahre lang mieten

  • Monatliche Miete: 950 € (ziemlich durchschnittlich für eine 3–4 Zimmer-Wohnung)
  • Jährliche Miete: 11.400 €
  • In 10 Jahren gezahlt: 114.000 €
  • Eigentum danach: 0 €
  • Sicherheit im Alter: ❌
  • Mietsteigerung eingerechnet? Nope. (Mit drin wär’s noch schlimmer.)

„Wir haben 7 Jahre lang 950 € Miete gezahlt – das sind über 79.000 €, die einfach weg waren. Heute zahlen wir 1.100 € Kreditrate – aber das Haus gehört am Ende uns.“


Szenario 2: Haus kaufen mit 350.000 € Kaufpreis

  • Eigenkapital: 30.000 € (z. B. durch Förderung + Nebeneinkommen)
  • Kredit: 320.000 €
  • Zinsen: 3,5 %
  • Laufzeit: 30 Jahre
  • Monatliche Rate: ca. 1.100 €

Zinsen gesamt über 30 Jahre: ca. 195.000 €
Gesamtbelastung inkl. Zinsen: ca. 545.000 €

Klingt erstmal viel? Ja.
Aber jetzt kommt der wichtige Teil:

Nach 10 Jahren:

  • Du hast ca. 80.000–90.000 € getilgt
  • Du hast Immobilienwert als Vermögen (der Marktwert steigt oft)
  • Du kannst verkaufen, vermieten oder weiter abzahlen
  • Niemand kann dir kündigen oder die Miete erhöhen

Vergleich: Miete vs. Kauf nach 10 Jahren

MieteKauf
Monatliche Zahlung950 €1.100 €
Geld „weg“ nach 10 Jahren114.000 €ca. 50.000–60.000 € Zinsen
Vermögen nach 10 Jahren✅ ca. 80.000 € getilgt + Wertzuwachs
Sicherheit im Alter
Kontrolle & Freiheit

Fazit: Kaufen = Ja, mehr Verantwortung. Aber auch: mehr Vermögen.

Wenn du heute 950 € Miete zahlst, könntest du in vielen Fällen für kaum mehr monatliche Rate ein eigenes Haus abbezahlen.

Und was passiert nach 30 Jahren?

  • Bei Miete: Du zahlst immer noch
  • Beim Kauf: Du wohnst mietfrei – in DEINEM Zuhause

Kinder & Mietwohnung – was das wirklich bedeutet (und was dir niemand vorher sagt)

Wenn man zum ersten Mal Mama wird, denkt man noch:
„Ach, eine Wohnung reicht völlig. Ein Baby braucht kein eigenes Zimmer.“
Schnitt, 12 Monate später: Das Baby ist kein Baby mehr, der Buggy steht im Flur (wenn er darf), der Fahrradanhänger auch, das Planschbecken auf dem Balkon (statt Stühle) – und man hat das Gefühl, ständig jemanden zu stören.


Kein Platz für Kindsein

Du willst ein Trampolin?
Nein, kein Platz.

Du stellst ein Planschbecken auf die Terrasse?
Verstoß gegen die Hausordnung.

Dein Kind springt morgens um 7 Uhr quietschvergnügt durch die Wohnung?
Beschwerde vom Nachbarn unter euch.


Ich hab mich nie getraut, den Buggy im Hausflur zu lassen.

Ich habe mich das nicht getraut, weil da schon der Rollator von Herrn M. stand. Und eine ungeliebte Pflanze, die man „nicht berühren darf“.
Also hab ich täglich den Buggy 3 Stockwerke hochgetragen – mit schreiendem Baby auf dem Arm. Und warum? Weil ich nicht die Mama sein wollte, über die alle tuscheln. Und Fun Fact, der eigentlich echt nicht zum lachen ist: ich habe mir dabei einen Brustwirbel gebrochen – und das tat weh, und zwar nicht nur der Rücken – sondern auch das Gefühl, ständig im Weg zu sein.


Umzugsstress alle paar Jahre

„Wir erhöhen die Miete.“
„Wir brauchen die Wohnung für unsere Tochter.“
„Wir verkaufen die Immobilie.“

In 8 Jahren haben wir dreimal umziehen müssen.
Mit Kind, mit Möbeln, mit Emotionen.
So wurde irgendwie nie eine Wohnung unser Zuhause – weil sie nie uns gehörte.


Warum ein eigenes Zuhause für Familien so viel mehr ist als vier Wände

  • Du kannst den Sandkasten dahin stellen, wo dein Kind am liebsten buddelt
  • Du kannst den Apfelbaum pflanzen, der in 10 Jahren Schatten spenden wird
  • Du kannst endlich loslassen – weil du angekommen bist

Was Mieten wirklich bedeutet – und warum ich eigentlich schon immer vom Eigenheim geträumt habe

Ich dachte lange, Mieten sei die einzige Option. Ein Haus zu kaufen können wir uns eh nicht leisten. Und irgendwie ist Mieten ja auch praktisch. Kein Rasenmähen, keine Grundsteuer, kein Stress mit Handwerkern. Aber es ist eben auch kein richtiges Zuhause. So fühlte es sich zumindest nicht an. Es waren eben nur vier Wände, in denen unser Kind nie ein Hochbett anbringen durfte, weil es hieß „bitte nichts in die Wände bohren“. Es waren vier Wände im Dachgeschoss, wo es viel zu heiß wurde. Ohne Garten. Wo wir alle Einkäufe hochschleppen mussten und kein Platz hatten, um den Kinderwagen oder geschweige denn e-Bikes irgendwo hinzustellen. Deswegen konnten wir mit unserem Kind nie eine Fahrradtour machen als er klein war.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich wusste:
„Ich will nicht mehr so eingeschränkt sein. Ich will mehr.“

Es war ein ganz normaler Mittwoch. Mein Kind lag in der Badewanne, ich saß auf dem Boden – völlig erledigt. Und dann kam diese Vorstellung und ein leises Herzklopfen: Wie schön wäre es, wenn wir jederzeit raus in den Garten könnten. Mit einem Apfelbaum und einem Sandkasten, wo uns niemand nervt. Wo unser Sohn spielen kann und wir Freunde zum Grillen einladen können. Und wo wir mit den Wänden machen können, was wir wollen, ohne dass uns ein Vermieter einen Strich durch die Rechnung macht.

Ich wollte ein richtiges Zuhause!

Und ja, es war ein (langer) Weg.
Mit wenig Gehalt, weil ich in Elternzeit war und ohne Erbschaft oder Lottogewinn (wir spielen ja nicht mal Lotto).
Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt. Wir leben ja alle nur einmal (YOLO und so) und ich wollte das wirklich noch erleben wie es ist, sein eigenes Haus einzurichten. Schritt für Schritt. Euro für Euro.

Heute schreibe ich diesen Text und sehe, wenn ich rausschaue, unseren (ein bisschen zu wilden) Garten. Aber mein Kind buddelt im Sandkasten und ich würde lügen, wenn ich sagen würde dass ich gerade kein Tränchen vergieße (vor Glück!).

„Gut, dass ich auf dieses leise Herzklopfen gehört hab.“

Wenn du auch dieses Herzklopfen spürst, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst – fang bei dir an. Bei dem, was du kannst und bei dem, was du aufbauen willst.
Und wenn du magst – bei meinem Annfänger Guide (es kostet dich nichts).

💛 Mit Nebeneinkommen zur Hausfinanzierung – jetzt für 0 Euro downloaden

Denn du musst nicht reich sein.
Du musst nur anfangen (Das glaubt mir keiner).


5 Fragen, die du dir stellen solltest, wenn du zwischen mieten oder kaufen entscheiden musst

1. Wie sicher ist deine finanzielle Lage?

Ein Haus zu kaufen ist eine langfristige Verpflichtung. Frage dich ehrlich:

  • Habe ich ein regelmäßiges Einkommen (auch bei Teilzeit oder Selbstständigkeit)?
  • Wie sicher ist mein Job?
  • Habe ich Rücklagen für Notfälle (z. B. 3–6 Monatsgehälter)?

Wenn du hier eher mit „Nein“ antwortest, ist vielleicht noch etwas Geduld gefragt. Aber: Das bedeutet nicht, dass der Traum vom Haus für immer unerreichbar ist.

Warum es heute so schwer ist, ein Haus zu kaufen, liest du hier: Warum es für junge Menschen heute so schwer ist, ein Haus zu kaufen – und was du trotzdem tun kannst


2. Wie hoch ist dein Eigenkapital?

Je mehr Eigenkapital du hast, desto bessere Kreditkonditionen bekommst du. Eine Faustregel:

👉 Mindestens 20–30 % der Kaufsumme solltest du selbst aufbringen können.

Wie viel Eigenkapital du wirklich für das Projekt Haus kaufen brauchst, liest du jetzt hier.

Das deckt nicht nur den Eigenanteil ab, sondern auch Nebenkosten wie Notar, Grunderwerbsteuer und Makler.

Noch nicht da? Dann kannst du gezielt darauf hinarbeiten – zum Beispiel durch ein Nebeneinkommen. Hier findest du ein Beispiel: zum Beitrag.


3. Wie ist die Marktsituation in deiner Region?

In manchen Regionen fallen die Preise, in anderen steigen sie weiter. Recherchiere:

  • Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in deinem Ort?
  • Gibt es günstige Alternativen in der Umgebung?
  • Wie hoch sind die aktuellen Zinsen für Baukredite?

📍 Tipp: Ein Finanzberater oder Baufinanzierungsrechner kann dir helfen, die Gesamtkosten realistisch einzuschätzen. Hier kannst du einen Finanzberater suchen: Handelsblatt.de


4. Was sagt dein Bauchgefühl?

Manchmal sagt der Kopf „Ja“, aber dein Gefühl schreit „Noch nicht!“. Und das ist wichtig. Ein Hauskauf ist emotional, nicht nur rational:

  • Fühlst du dich bereit, Verantwortung zu übernehmen?
  • Möchtest du dich langfristig an einen Ort binden?
  • Hast du genug Energie für den Weg – nicht nur das Ziel?

5. Wie kannst du dich vorbereiten, wenn jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt ist?

Wenn du nach diesem Artikel das Gefühl hast: „Noch nicht“, ist das keine Niederlage – sondern eine Erkenntnis. Und du kannst heute damit beginnen, dich vorzubereiten:

✅ Einnahmen erhöhen (z. B. durch ein Nebeneinkommen)
✅ Ausgaben analysieren & optimieren
✅ Eigenkapital Schritt für Schritt aufbauen
✅ Finanzwissen aneignen

👉 Hol dir dazu meinen Guide für 0 Euro: Eigenkapital aufbauen mit wenig Gehalt – dein Einstieg in einen neuen finanziellen Weg (inkl. Schritt für Schritt Anleitung). Es kostet dich kein Geld! Du brauchst nur den Willen, endlich deinen Traum verwirklichen zu wollen!


Q&A – Deine Fragen zum Thema Mieten oder Kaufen (und ehrliche Antworten dazu)


❓Was ist günstiger: Mieten oder Kaufen?

Kurzfristig ist Mieten oft günstiger, weil du keine Nebenkosten, Reparaturen oder Instandhaltung zahlen musst.
Langfristig ist Kaufen fast immer besser, weil du Vermögen aufbaust, mietfrei wohnen kannst und nicht von Mieterhöhungen oder Kündigungen betroffen bist.

950 € Miete im Monat klingt erstmal harmlos – sind aber über 114.000 € in 10 Jahren. Und das Geld siehst du nie wieder.


❓Ich hab kein Eigenkapital – kann ich trotzdem kaufen?

Ja, aber es wird schwieriger.
Viele Banken erwarten zumindest die Nebenkosten als Eigenkapital. Aber:

👉 Du kannst das mit einem Nebeneinkommen aufbauen (Einfache Ideen dafür hier)
👉 Oder staatliche Förderungen (z. B. KfW) kombinieren
👉 Manche Banken machen auch 100 %-Finanzierungen – allerdings zu höheren Zinsen


❓Was, wenn die Zinsen weiter steigen?

Dann wird Kaufen tendenziell teurer – aber auch Mieten!
Denn: Vermieter geben gestiegene Zinsen und Nebenkosten oft an die Mieter weiter.
Außerdem:
Besser jetzt kaufen mit 3,5 % Zinsbindung auf 15 Jahre – als später bei 5 % ohne Plan.

Tipp: Lass dich unabhängig beraten – nicht nur bei deiner Hausbank.


❓Und wenn wir doch nochmal umziehen wollen?

Dann kannst du das Haus:

  • vermieten (und die Miete zahlt den Kredit weiter)
  • verkaufen (oft mit Gewinn)
  • als Altersvorsorge behalten

Ein Haus ist keine Fußfessel. Es ist ein Vermögenswert – einer, den du später flexibel nutzen kannst.


❓Ich will kaufen, aber mein Partner ist unsicher – was tun?

Totales Klassiker-Thema!
Mach gemeinsam eine Pro-Contra-Liste. Rechnet durch, was wirklich möglich ist.
Und:
Zeig deinem Partner, dass ihr nicht heute kaufen müsst – aber heute anfangen könnt, euch vorzubereiten. Ich bin ziemlich sicher, dass ihr es nicht bereuen werdet, Geld zu sparen. Denn das könnt ihr irgendwann sicher auch für andere Dinge gebrauchen, zum Beispiel für einen Camper Van oder eine schöne Reise.


Fazit: Kaufen oder mieten? Beides ist okay – solange es zu dir passt.

Der Hauskauf ist kein Wettrennen. Es ist eine Entscheidung, die zu deiner Lebenssituation, deinen Zielen und deinem Tempo passen darf. Lass dich nicht von anderen stressen. Geh deinen eigenen Weg – mit Plan.

Wenn du willst, begleite ich dich dabei. 💛

Zum 0 Euro Guide…


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