Mein persönlicher Interior Albtraum
Ich sag’s dir ehrlich: Unsere erste Mietwohnung war ein Altbau mit Heizkörpern, die aussahen wie ein rostiger Dinosaurier aus den 70ern. Weiß lackiert – na ja, eher vergilbt – und so klobig, dass man weder Möbel davorstellen noch gemütlich dekorieren konnte. Mein absolutes Hassstück in unserer Bude.
Und jedes Mal, wenn Besuch kam, dachte ich: „Bitte schaut nicht hin. Das ist kein Möbelstück, das ist ein Heizkörper!“ 🙈
Inzwischen habe ich’s besser gemacht. Unsere Heizungen sind verkleidet – und ich frag mich ernsthaft, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Denn eine Heizungsverkleidung ist nicht nur schön fürs Auge, sondern kann außerdem deine Heizkosten beeinflussen. Hättest du das gedacht?
Lass uns also mal tief eintauchen: Warum verkleidet man Heizungen eigentlich, welche Möglichkeiten gibt es (von Ikea-Hacks bis Schreiner ist nämlich alles möglich) und was kostet der Spaß eigentlich?
Warum überhaupt Heizungen verkleiden?
Die Gründe sind überraschend vielfältig – und sie haben nicht nur mit Optik zu tun:
- Optik & Wohngefühl
Ganz ehrlich: Kaum jemand findet nackte Heizkörper hübsch. Oder kennst du jemanden? Mit einer Verkleidung wirkt dein Raum sofort moderner, aufgeräumter und wohnlicher. - Sicherheit für Kinder
Eltern aufgepasst: Heizungsverkleidungen sind Gold wert, wenn kleine Kinder im Haus rumkrabbeln. Keine scharfen Kanten, keine verbrannten Händchen. Heizungen können nämlich verdammt heiß werden! - Staub- & Schutzfaktor
Eine Verkleidung kann verhindern, dass Staub sich direkt auf den Heizkörper setzt. Auch Spielzeugautos, die „aus Versehen“ hineinfallen, sind Geschichte. - Kreativer Stauraum
Viele Verkleidungen haben Ablageflächen oben drauf – perfekt für Pflanzen, Deko oder das Lego-Haus deines Kindes.
Aber Vorsicht: Die Wärmeabgabe darf nicht zu stark behindert werden. Sonst sparst du nämlich nichts – sondern zahlst sogar mehr. Und wir wollen auch nicht, dass die Bude abbrennt!
Ideen für Heizungsverkleidungen
1. Fertige Heizkörperverkleidungen aus dem Handel
- Optik: Klassisch weiß, Holzoptik oder modern in Schwarz/Anthrazit oder magnetisch
- Kosten: Zwischen 50 und 300 € pro Stück (je nach Größe & Qualität).
- Vorteil: Schnell montiert, sofort schöner Raum.
- Nachteil: Passt nicht immer perfekt zu jeder Heizung.
Wenn du eine Heizung mit Standard-Maße hast, kannst zu zum Beispiel diese fertige Heizungsverkleidung aus Holz für ca. 60 Euro* nutzen – die Montage geht damit natürlich viel schneller als mit einem DIY-Projekt.
Mein Favorit ist aber diese super schlichte magnetische Heizungsverkleidung* – einfacher geht’s nicht und perfekt für eine Mietwohnung, da sie sich ganz schnell wieder entfernen lässt.
2. DIY-Heizungsverkleidung
- Material: MDF-Platten, Gittereinsätze (z. B. Rattan oder Lochblech), Farbe.
- Kosten: Ab ca. 50–150 € pro Heizung.
- Vorteil: Individuell, günstiger, macht Spaß (wenn du DIY magst).
- Nachteil: Zeitaufwendig, Werkzeug nötig.
MDF-Platten bekommst du in jedem Baumarkt – dort kannst du sie direkt auf’s Maß zuschneiden lassen, was natürlich äußerst praktisch ist (vor allem wenn du keine Säge zuhause hast). Alternativ kannst du sie auch im Internet bestellen.
3. Ikea-Hack (Anleitung gibt’s weiter unten!)
- Schon mal „BESTÅ“ oder „IVAR“ als Basis gesehen? Mit ein bisschen Handwerk werden Ikea-Schränke zur Heizungsverkleidung.
- Kosten: ca. 50 € inkl. Umbau.
- Vorteil: Sieht nach Maßanfertigung aus.
- Nachteil: Basteln nötig – und Ikea-Anleitungen sind ja manchmal… eine Beziehungskrise wert.
Tipp: Mit den Skådis Lochplatten von Ikea geht’s noch einfacher. Die kannst du einfach vor deine Heizung hängen. Eine Anleitung zu diesem IKEA Hack findest du weiter unten in diesem Artikel.
4. Maßanfertigung vom Schreiner
- Optik: Perfekt integriert, oft mit Einbauschränken oder Sitzbänken kombiniert.
- Kosten: 500–1.500 € pro Heizung.
- Vorteil: Luxus-Look, alles sitzt.
- Nachteil: Teuer. Aber hey – du hast dann ein Pinterest-Haus.
Eine solche Maßanfertigung ist wohl eher etwas für Leute, bei denen Geld keine große Rolle spielt. Ich will diese Möglichkeit der Vollständigkeit halber aber trotzdem erwähnen. Vor allem wenn du gerade einen Neubau planst kann die Schreinerlösung gerade interessant sein.
5. Minimalistische Abdeckungen
Manchmal reicht schon ein simpler Rahmen aus Holz oder Metall mit Gittereinsatz. Sieht luftig aus und kostet wenig. So wie diese magnetische Abdeckung*, die ich oben schon erwähnt habe. Ich finde sie aber richtig gut.
Was kosten Heizungsverkleidungen im Überblick?
| Variante | Kosten | Aufwand | Für wen geeignet? |
|---|---|---|---|
| Fertig im Handel | 80–300 € | niedrig | Alle, die es schnell & easy wollen |
| DIY | 50–150 € | hoch | Bastelfans mit Bohrer & Säge |
| Ikea-Hack | 100–200 € | mittel | Junge Familien, die Ikea lieben |
| Schreinerarbeit | 500–1.500 € | kein Aufwand | Perfektionisten mit Budget |
👉 Spartipp: Bei älteren Häusern lohnt sich die DIY-Variante, im Neubau mit Maßheizkörpern passt oft die Standardlösung aus dem Handel.

IKEA Hack: Heizungsverkleidung selber bauen
Ich mach dir jetzt eine richtig knackige Anleitung, die man direkt nachbauen kann.
Materialien (alles aus dem IKEA-Regal oder Baumarkt):
- 2x IKEA Skådis Lochplatten (je nach Heizkörpergröße, ca. 25–30 € pro Platte)
- 1x IVAR Seitenteil oder einfache Holzleisten als Rahmen (ca. 20 €)
- Schrauben, Winkel & Abstandshalter (ca. 10 €)
- Optional: Farbe (z. B. Anthrazit, Salbeigrün oder Petrol für den Wow-Effekt)
- Bohrmaschine, Säge, Schraubenzieher
Schritt-für-Schritt Anleitung:
- Ausmessen
Miss die Breite, Höhe und Tiefe deiner Heizung + lass ca. 2–3 cm Luft für die Luftzirkulation. - Rahmen bauen
Aus IVAR-Seitenteilen oder Holzleisten einen rechteckigen Rahmen zimmern. Der Rahmen sollte etwas größer sein als der Heizkörper. - Platten zuschneiden
Skådis Lochplatten so zusägen, dass sie genau in den Rahmen passen. - Platten befestigen
Mit Schrauben/Winkeln die Lochplatten am Rahmen fixieren. - Abstandshalter anbringen
Den Rahmen mit 2–3 cm Abstand an der Wand befestigen. So bleibt die Luftzirkulation gewährleistet und die Wärme staut sich nicht. - Oberfläche gestalten
- Für einen Boho-Look: Platten in Creme oder Beige streichen, evtl. Rattangeflecht einfügen.
- Für Scandi: Einfach weiß lassen, Holzrahmen natur.
- Für Industrial: Schwarz lackieren, ggf. mit Metallgriffen.
- Topplatte draufsetzen
Eine Holzplatte oder eine Marmorimitat-Platte oben auflegen – fertig ist deine Ablagefläche für Pflanzen, Bilderrahmen oder Kerzen.
Kostenübersicht IKEA Hack:
- Materialien gesamt: ca. 70–120 €
- Zeitaufwand: 2–3 Stunden
- Schwierigkeitsgrad: Mittel (aber für DIY-Mamas absolut machbar 💪)
Und das Beste: Die Verkleidung ist bei Umzug wieder abbaubar – also auch für Mietwohnungen eine richtig gute Option!
Wie findest du’s? Ich liebes es!
Bonus: Styling-Ideen für deine Heizungsverkleidung
- Wohnzimmer: Pflanzen + Bücherstapel oben drauf, das sorgt für Gemütlichkeit und ganz viel Hygge. So wird deine Heizung tatsächlich zu einem Interior Piece und nicht nur zu einem Gebrauchsgegenstand.
- Kinderzimmer: Ablage für Spielzeugkisten, denn davon kann man einfach nie genug haben. I feel you, Mamas.
- Flur: Wenn du eine niedrige Heizung hast: Sitzbank mit Stauraum (Kissen drauf und fertig). Achte dabei aber darauf, dass deine Konstruktion stabil genug ist und dass freie Löcher für die Luftzirkulation bleiben. Ansonsten sind solche bunten Klappboxen* schön für Gegenstände wie Schlüssel, Einkaufstaschen, Schirme und sonstige Dinge, die im Flur so rumfliegen. Damit wird nicht nur deine alte Heizung schöner, sondern du sorgst auch noch für mehr Ordnung. It’s a win!
Heizungsverkleidung & Heizkosten – passt das zusammen?
Jetzt die spannende Frage: Spart man mit Heizungsverkleidungen Heizkosten oder heizt man eigentlich „gegen die Verkleidung“?
- Good to know: Eine schlecht geplante Heizungsverkleidung kann deine Heizleistung um bis zu 20 % reduzieren. Das heißt: hübsch, aber teuer.
- Lösung: Gittereinsätze und offene Bauweise! Wärme muss raus, Luft muss zirkulieren können.
Tipps zum Heizkosten sparen:
- Thermostat frei halten – nie hinter geschlossenen Verkleidungen verstecken.
- Verkleidung mit Gitter – damit die warme Luft zirkulieren kann.
- Regelmäßig entlüften – spart bis zu 15 % Energie.
- Hydraulischen Abgleich prüfen – in Eigentumshäusern super sinnvoll.
- Smart-Home-Thermostate nutzen – steuerst du per Handy, auch wenn du nicht zuhause bist.
Heizkosten sparen: Warum es im eigenen Haus einfacher ist als in der Mietwohnung
Ich erinnere mich noch viel zu gut, wie ich in meiner Mietwohnung saß und mir die Finger abgefroren habe – obwohl die Heizung auf 5 ballerte. Der Grund? Alte Fenster, schlechte bis keine Dämmung. Das typische Altbauproblem eben – im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Ich bin sicher, dass viele von euch dieses Problem kennen. Das Blöde daran: ich konnte absolut nichts daran ändern. Der Vermieter meinte nur lapidar: „Das Haus ist halt alt.“ Super, danke auch.
Im eigenen Haus sieht das ganz anders aus. Und hier liegt einer der größten Unterschiede zwischen Miete und Eigentum:
1. Du entscheidest über Dämmung und Modernisierung
- Neue Fenster einsetzen? In der Mietwohnung hast du da keine Chance – zumindest nicht, wenn du das nicht bezahlen willst.
- Außenwände dämmen? Als Mieter ist das nicht dein Bier, aber da hast du halt auch keine Chance daran etwas zu ändern.
- Heizungsanlage optimieren? Das muss schon der Vermieter machen (und zahlen, deswegen wird das leider in den seltensten Fällen passieren)
Im Eigenheim bestimmst du selbst, wann modernisiert wird – und jede Maßnahme wirkt direkt auf deine Heizkosten.
2. Du kannst Förderungen nutzen
Im Eigenheim kannst du auf staatliche Förderungen zurückgreifen – z. B. KfW. Für neue Heizungen, Wärmepumpen, Dämmung und Fenster gibt’s oft tausende Euro Zuschuss.
Als Mieterin zahlst du nur brav deine Nebenkosten – ohne irgendeine Förderung.
Mehr Informationen zum Thema KfW-Förderung findest du übrigens in diesem Artikel.
3. Smart Home lohnt sich richtig
In einer Mietwohnung kannst du zwar smarte Thermostate anschrauben, aber wenn die Wände durchpfeifen, bringt’s nur bedingt was. Im eigenen Haus dagegen kannst du es direkt richtig machen:
- Räume einzeln steuern
- Heizung automatisch runterregeln, wenn du nicht da bist
- Verbrauch optimieren und in der App checken
Diese smarten Thermostate* sind recht günstig und du kannst sie einfach anschrauben – und außerdem mit Alexa steuern. Große Empfehlung!
4. Investitionen zahlen sich aus
Im Eigenheim spart jede Investition doppelt:
- Kurzfristig durch niedrigere Heizkosten.
- Langfristig durch Wertsteigerung deiner Immobilie.
In der Mietwohnung dagegen finanzierst du höchstens die Rendite deines Vermieters mit und das ist schon irgendwie traurig, oder?
5. Du bestimmst die Heizungsart
Gas, Wärmepumpe, Holzpellets oder Hybrid-System? Im Eigenheim hast du die Wahl. In der Mietwohnung bist du an die alte Gastherme im Keller gefesselt, ob du willst oder nicht.
Du denkst, du kannst dir heute kein Haus leisten, weil du kein Eigenkapital hast?
Dann habe ich gute Nachrichten für dich! Denn ich weiß, dass das viele denken. Dabei war es in Zeiten des Internets noch nie so einfach wie heute, Eigenkapital aufzubauen und anzusparen. Wie das genau geht, würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Aber ich erklär’s dir in meinem eBook, dass du dir für 0 Euro downloaden kannst: hier geht’s zum E-Book
👉 Gut zu wissen: Ein unsaniertes Haus mit alter Heizung kann bis zu 25 Liter Heizöl pro Quadratmeter im Jahr verbrauchen. Ein modernes Effizienzhaus braucht dagegen nur 3–5 Liter. Das ist wie Trabbi vs. Tesla. Krass, oder?
Q&A – deine häufigsten Fragen
❓Verkleidung ja oder nein – lohnt sich das wirklich?
Ja, wenn du Wert auf Optik, Kindersicherheit und Wohnkomfort legst. Aber: Achte immer auf die Luftzirkulation!
❓Kann ich das in der Mietwohnung einfach machen?
Grundsätzlich ja. Aber sprich mit dem Vermieter, wenn es eine dauerhafte bauliche Veränderung wäre. Fertiglösungen zum Vorstellen sind unproblematisch, das geht einfach so.
❓Welche Materialien sind am besten?
MDF ist günstig, Echtholz wirkt hochwertig. Wichtig ist ein Gittereinsatz (Lochblech, Rattan, Lamellen).
❓Beeinflusst das wirklich meine Heizkosten?
Ja. Schlechte Verkleidungen treiben Kosten hoch. Gute, luftdurchlässige Varianten haben kaum negative Effekte.
❓Was, wenn meine Heizung schon alt und hässlich ist?
Dann lohnt sich doppelt: Optisch aufwerten & gleichzeitig über Modernisierung nachdenken. Neue Heizkörper + Verkleidung = Jackpot fürs Eigenheim.
❓Kann ich die Heizung auch streichen?
Ja, das geht auch. Das haben wir auch schon gemacht und tatsächlich auch gute Erfahrungen damit gemacht. Wir haben die Heizung in der Farbe passend zur Wand gestrichen, dass sah super aus! Wir haben diesen Heizungslack* dazu verwendet, den gibt es in verschiedenen Farben.
Falls du zur Miete wohnst, frage vorher aber lieber deinen Vermieter. Oder streiche deine Heizung nachher wieder so wie sie vorher war.
Fazit: Heizungsverkleidung ist mehr als Kosmetik
Heizungsverkleidungen sind die perfekte Kombi aus Style, Sicherheit und manchmal sogar Energiesparen.
Du kannst sie im Handel kaufen, selbst bauen oder vom Schreiner maßanfertigen lassen – je nach Budget und Zeit.
Und im Eigenheim wird’s richtig spannend: Dort kannst du Heizungen nicht nur verstecken, sondern auch modernisieren, optimieren und mit Smart-Lösungen richtig Heizkosten sparen.
Mein Tipp: Fang klein an – verkleide erstmal die Heizung im Wohnzimmer. Du wirst sehen, wie sehr der Raum sofort anders wirkt. Und wenn du dann irgendwann auf deiner eigenen Couch sitzt, die Heizung schön verkleidet, dein Kind baut Lego drauf – dann denkst du dir: „Das glaubt mir keiner.“
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