So bekommst du 30.000 € KfW Förderung für dein Haus (auch mit wenig Gehalt!)
Spoiler: Ich hätte fast NEIN gesagt.
Als ich das erste Mal von der 30.000 € KfW Förderung für energieeffizientes Bauen gehört hab, dachte ich: „Bestimmt nur was für Leute mit 100.000 € Jahreseinkommen, Leute mit reichen Onkeln und Tanten und Vitamin B beim Finanzamt.“
Tja. Falsch gedacht.
Denn: Auch mit kleinem Gehalt (Hallo Elternzeit!) und Baby auf dem Arm kannst du dir die KfW-Förderung holen – wenn du weißt, wie.
Ich zeige dir in diesem Artikel, wie wir’s gemacht haben und wie du das auch kannst. Und zwar so, dass es jeder versteht, nicht nur Finanzbeamte und Bankberater. Dafür zeige ich dir auch echten Zahlen, Side Hustle-Ideen zum Gehalt aufbessern und Tricks, die dir dein Berater garantiert nicht verrät.
Warum du dir die 30.000 € nicht entgehen lassen sollte
Lass uns direkt ehrlich sein:
Ein Haus bauen oder kaufen kostet. Viel.
Und selbst wenn du sparsam lebst, brauchst du irgendwann mal ein Eigenkapitalpolster oder wenigstens gute Argumente für die Bank.
Da kommt die KfW-Förderung ins Spiel.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert energieeffizientes Bauen mit Zuschüssen und günstigen Krediten – und das nicht nur für Großverdiener, sondern auch für Familien mit kleinen Kindern, Minijob und Babybrei-Budget.
Ich verrate dir was:
👉 Du kannst bis zu 30.000 € Zuschuss pro Wohneinheit bekommen. Geschenkt. Ohne dass du das Geld zurückzahlen musst. Für so viel Geld müssen manche ein ganzes Jahr arbeiten.
Aber was genau ist eigentlich die KfW?
Du hast dich vielleicht schon gefragt:
„Wer oder was ist diese KfW überhaupt und warum schmeißt die mit Geld um sich, während meine Sparkasse mir nicht mal mehr einen Kugelschreiber überlässt ?“
Ganz einfach:
KfW steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Klingt erst mal nach Nachkriegsdeutschland (und ja – sie wurde tatsächlich 1948 gegründet, um Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen).
Aber heute ist die KfW eine moderne Förderbank des Bundes, die vor allem eins macht:
Dich finanziell unterstützen, wenn du nachhaltig denkst, baust oder investierst. Und das ist eine wirklich tolle Sache!
Die KfW fördert:
- Klimafreundliche Bau- oder Sanierungsprojekte
- Familien mit Kindern beim Hausbau
- Energieeffizienz und erneuerbare Energien
- Startups und Gründerinnen (falls du dein Side Hustle mal größer denkst 😉)
Sie vergibt zinsgünstige Kredite und vor allem auch Zuschüsse, die du nicht zurückzahlen musst – quasi staatlich gefördertes Good Karma.
Und das Beste?
Du bekommst diese Förderung nicht nur als Besserverdiener – sondern gerade auch, wenn du ein kleines oder mittleres Einkommen hast und nachhaltig bauen willst.
➡️ Mehr Infos findest du direkt bei der KfW: www.kfw.de
Damit du nicht in den Paragraphen untergehst, hier das Wichtigste auf einen Blick:
Wer bekommt die Förderung?
- Familien mit Kindern (je mehr, desto besser 😅)
- Personen mit geringem bis mittlerem Einkommen
- Bauherren, die energieeffizient bauen (z. B. EH 40 Standard)<
- Auch Sanierungen können gefördert werden
Welche Programme gibt’s?
- KfW 297/298 – klimafreundlicher Neubau
- KfW 261 – Sanierung zum Effizienzhaus
- KfW 300 – Familienförderung für klimafreundlichen Neubau (bis zu 270.000 € Kredit + bis zu 30.000 € Tilgungszuschuss)
Unsere Geschichte
Eigentlich habe ich schon immer von einem Haus mit Garten geträumt, aber als ich frisch Mama geworden war, wurde der Wunsch richtig intensiv. Ich wollte, dass mein Kind ein richtiges Zuhause hat, das sich auch nach Zuhause anfühlt und dass es im Garten spielen kann, wann immer es will (und wir nicht immer auf überfüllte Spielplätze müssen – als introvertierter Mensch ist das für mich nämlich echt der Horror).
Aber wie das so ist, wenn man Mama wird. Elterzeit, nur ein Gehalt, viel Baby und wenig Zeit.
Ich war gerade frisch Mama geworden. Elternzeit. Ein Gehalt. Viel Baby, wenig Zeit. Und eben mein großer Wunsch nach einem eigenen Garten, Sandkasten und Apfelbaum vorm Küchenfenster.
Wir hatten null Ahnung von Förderprogrammen und eigentlich sowieso wenig Ahnung vom Hauskauf. Aber ich wusste: Wenn wir das irgendwie schaffen wollen, dann nicht mit „nur Sparen“, sondern mit schlauen Entscheidungen und guten Informationen.
Also:
- Ich habe angefangen, mich in die KfW- und Finanzierungsmaterie einzuarbeiten.
- Parallel habe ich mir ein Online Business aufgebaut, das uns monatlich ein bisschen Luft zum Atmen gegeben hat (und das glaubt mir bis heute keiner, dass das funktioniert hat. Hat es aber!)
- Und dann haben wir Förderungen beantragt – und über 25.000 € geschenkt bekommen. Einfach so. Ohne Vitamin B. Ohne den reichen Onkel, der uns was dazugeben konnte (den wir auch nicht haben).
Schritt-für-Schritt: So holst du dir die Förderung
1. Kläre deinen Status:
- Wie viele Kinder hast du? (Und planst du ggf. noch?)
- Wie hoch ist euer zu versteuerndes Einkommen?
- Habt ihr schon ein Grundstück oder sucht ihr noch?
2. Plane energieeffizient (EH 40 lohnt sich!)
Ein Haus im Standard „KfW-Effizienzhaus 40“ ist Voraussetzung.
👉 Klingt fancy, heißt aber im Grunde: Das Haus braucht wenig Energie – dank guter Dämmung, Wärmepumpe, PV-Anlage, etc.
Hier lohnt es sich, einen Energieeffizienz-Experten ins Boot zu holen.
➡️ Schau mal hier: Energie-Effizienz-Expertenliste
3. Beantrage die Förderung vor dem ersten Spatenstich
Das ist wichtig: Beantragen – bevor du mit dem Bau beginnst.
Am besten mit Unterstützung deiner Bank und dem Energieberater.
4. Fördermittel kombinieren
Neben der KfW gibt’s auch regionale Förderungen (z. B. von Bundesländern, Städten, Energieversorgern).
🔎 Tipp: Google mal „Baukindergeld + [dein Bundesland]“ oder „Förderung Hausbau 2025 + [Stadt]“ Das kann sich lohnen!
Und schau unbedingt bei foerderdatenbank.de – hier werden alle Förderprogramme nach Bundesland aufgelistet.
Was du noch beachten musst bei der Hausfinanzierung (bevor du unterschreibst)
Okay, du hast die Förderung gecheckt, dein Side Hustle läuft an, der Architekt schwärmt von Solarplatten – aber bevor du zum Notar gehst: Atme kurz durch.
Denn es gibt ein paar wichtige Punkte, die viele Familien beim Hauskauf unterschätzen – und die später richtig teuer werden können.
Hier kommt der Teil, bei dem du dir denkst: „Warum hat mir das vorher niemand gesagt?!“
(Doch – ich sag’s dir jetzt. Gern geschehen!)
1. Die Nebenkosten: Der fiese Finanzierungsfresser
Wenn du denkst, 300.000 € Haus = 300.000 € Kredit, dann schnall dich an:
👉 Rechne mit rund 10–15 % Nebenkosten on top.
Was dazu gehört:
- Grunderwerbssteuer (in den meisten Bundesländern 5–6,5 %)
- Notar- und Grundbuchkosten
- Maklergebühren (falls du nicht direkt vom Eigentümer kaufst)
- Bereitstellungszinsen (ja, die gibt’s wirklich 😬)
- Hausanschlüsse (Wasser, Strom, Internet – nichts davon ist „einfach so“ da)
- Außenanlage & Carport (gehören oft nicht zum Hauspreis)
Das heißt: Bei einem Hauspreis von 350.000 € brauchst du locker nochmal 35.000–50.000 € zusätzlich.
Die meisten Banken finanzieren diese Nebenkosten nicht mit, wenn du kein Eigenkapital hast. Also: vorher gut planen. In unserem Guide „Eigenkapital ansparen mit wenig Gehalt“ erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du schnell Eigenkapital aufbauen kannst – trotz wenig Gehalt wegen Elternzeit, Teilzeit oder einfach schlechter Bezahlung,
2. Finanziere nicht „bis zum letzten Cent“
Gerade wenn du mit wenig Eigenkapital baust, kann es verlockend sein, einfach alles auf Kredit zu setzen.
Aber: Lass dir finanziellen Spielraum.
Denn es kommen immer unvorhergesehene Kosten – wirklich immer. Beispiele aus unserer Bauzeit:
- Die Wärmepumpe war plötzlich teurer (wegen Lieferengpässen)
- Die Erdarbeiten haben mehr gekostet, weil „unerwartet viel Lehm“ (hallo, Bauherrensprache 😅)
- Unser Baby hatte plötzlich eine Allergie – wir mussten spontan andere Bodenbeläge wählen (natürlich doppelt so teuer)
Tipp: Rechne mit einem Puffer von mindestens 10.000–15.000 €, besser mehr.
Wenn du ihn am Ende nicht brauchst – umso besser. Dann kannst du dir davon Gartenmöbel kaufen oder diese hübsche Hängelampe von Louis Poulsen, die alle so lieben (ich auch!).
3. Lass dich nicht von der Bank überrumpeln
Klingt komisch, ist aber so:
Viele Banken drängen zum schnellen Abschluss – ohne dir alle Möglichkeiten zu zeigen.
Achte unbedingt auf:
- Sondertilgungsoptionen (z. B. 5 % im Jahr extra abbezahlen – falls dein Side Hustle durch die Decke geht 🚀)
- Zinsbindung: 10, 15 oder 20 Jahre? Was passt zu euch?
- Tilgungssatz flexibel wählbar? (Falls du mal höher oder niedriger tilgen willst)
- Bereitstellungszinsen ab wann? (Manche Banken verlangen diese schon nach 3 Monaten, andere erst nach 12 – das kann tausende Euro Unterschied machen)
Vergleiche mehrere Angebote!
Nutze z. B.:
- Interhyp
- Dr. Klein
- Oder geh zu einer unabhängigen Baufinanzierungsberatung (nicht nur zur Hausbank – die sind oft teurer)
4. Berücksichtige die laufenden Kosten – auch nach dem Einzug
Viele rechnen nur die Kreditrate – aber die monatlichen Ausgaben hören da nicht auf.
Denk dran:
- Grundsteuer
- Gebäudeversicherung
- Reparatur-Rücklagen
- Heizkosten, Strom, Wasser (gerade bei älteren Häusern!)
- Gartenpflege, Müllabfuhr, Schornsteinfeger…
👉 Wenn du zur Miete z. B. 950 € gezahlt hast und deine Kreditrate 1.000 € beträgt, denk nicht: „Perfekt, ist ja fast gleich!“ Denn du wirst plötzlich viel mehr selbst zahlen müssen – und brauchst zusätzliches Budget.
Tipp: Rechne eine realistische Monatsbilanz durch – mit allen Fixkosten.
Und überleg auch: Was passiert, wenn du mal 6 Monate kein Einkommen hast? (Kündigung, Elternzeit, Krankheit… man weiß ja nie) Schafft ihr das? Wenn ja: Super. Wenn nein: Plane nochmal neu.
5. Hausbau = Beziehungstest. Wirklich.
Das sagt dir keiner auf dem Infoabend, aber: Ein Haus zu bauen oder zu kaufen ist wie ein emotionales Crossfit-Bootcamp. Du brauchst nicht nur Geld – du brauchst Nerven.
Denn irgendwann wird’s stressig:
- Der Estrich kommt zu spät.
- Die Baufirma meldet Insolvenz an.
- Du hast den fünften Termin mit einem Energieberater, der nur in Fachchinesisch spricht.
Scheidungen sind der Grund, wieso es so viele halbrenovierte Häuser auf dem Immobiliemarkt gibt.
Also seid vorbereitet – nicht nur finanziell, sondern auch als Team.
Ein klarer Finanzplan, Rollenverteilung und regelmäßige Gespräche über „wie geht’s uns eigentlich mit dem ganzen Projekt?“ helfen mehr als jede Zinsbindung.
Nebeneinkommen für den Hauskauf: So stockst du dein Gehalt mit einfachen Mitteln auf
Hand aufs Herz: Die 30.000 € Förderung helfen. Aber für den Hauskauf brauchst du bei den heutigen Immobilienpreisen noch mehr.
Was huns geholfen hat? Ein Online Side Hustle. Also ein Nebeneinkommen, dass ich zusätzlich zu meinem monatlichem Gehalt verdient habe. Ich arbeitete inzwischen wieder Teilzeit in meinem Job, aber bei den heutigen Hauspreisen reicht das natürlich nicht für die Hausfinanzierung. Leider.
Wieso ein Nebeneinkommen noch wichtig ist: falls dein Haupteinkommen mal wegfällt… weil du krank wirst, deine Arbeitgeber insolvent ist, du nochmal in Elternzeit gehst etc. – denn der Kredit muss trotzdem getilgt werden! Dein Nebeneinkommen bietet da Sicherheit!
Und bevor du jetzt denkst „Ich bin nicht der Typ für Business“ – glaub mir, das dachte ich auch. Das denkt irgendwie jeder.
Aber: Ich habe in der Elternzeit mit Mini-Angeboten auf Etsy angefangen und einem Blog, wo ich über Affiliate-Links Geld verdienen konnte. Später kam ein kleiner Kurs dazu. Heute verdiene ich damit einen großen Teil unseres Haushaltsgeldes – und das von zuhause aus. Dass das als Mama mit Kleinkind super ist, muss ich dir nicht extra sagen.
Hier ein paar Ideen, mit denen du easy starten kannst:
Nebeneinkommen Ideen für Mamas:
- Digitale Produkte verkaufen: z. B. Kindergeburtstagsplaner, Checklisten für die Kita-Eingewöhnung, Meal Planner
→ Plattform: Etsy, Digitstore24 - Onlinekurs erstellen: z. B. zu deinem Hobby, Mama-Wissen oder DIY-Projekten
→ Tools: Canva für Kursinhalte - Blog starten & Affiliate Links nutzen (so wie ich gerade 😄)
→ Du brauchst nur eine Domain, WordPress & eine Idee, worüber du schreiben willst.
Häufige Fragen (Q&A)
❓Muss ich das Geld zurückzahlen?
Nein! Der Tilgungszuschuss ist ein Geschenk – du bekommst ihn, wenn du bestimmte Bedingungen erfüllst (z. B. energieeffizient bauen).
❓Was, wenn mein Einkommen zu hoch ist?
Die Familienförderung der KfW hat Einkommensgrenzen (z. B. 90.000 € bei 1 Kind). Aber auch ohne Familienförderung kannst du über die KfW 297/298 oder regionale Programme profitieren.
❓Kann ich die Förderung mit einem Nebenjob kombinieren?
Ja! Side Hustles erhöhen zwar dein Einkommen, aber wichtig ist das zu versteuernde Einkommen – nicht das Brutto.
❓Wie lange dauert die Bearbeitung?
Plane 4–8 Wochen ein. Manche Banken unterstützen dich aktiv dabei, manche sind eher lahm – such dir am besten eine mit Erfahrung bei Förderungen!
❓Muss ich sofort bauen oder kaufen?
Nein. Du kannst erst mal planen, dich beraten lassen und dann in Ruhe entscheiden.
Aber: Die Fördermittel sind oft begrenzt – wer zuerst beantragt, bekommt den Zuschuss.
Fazit: Dein Traumhaus ist kein Luftschloss
Ich dachte früher, dass ich mir mit guter Schuldbildung und Ausbildung irgendwann automatisch ein Haus leisten kann, so wie meine Eltern damals sogar mit einem Einkommen (meine Mama war Hausfrau mit zwei Kindern). Dann dachte ich, ein Haus heute sei nur noch was für Leute mit reichen Verwandten, Managerjob oder Lottogewinn.
Jetzt weiß ich: Mit der richtigen Förderung, einem smarten Nebeneinkommen und ein bisschen Eigeninitiative kann man auch mit kleinem Gehalt große Träume verwirklichen – und das weißt du jetzt auch!
Du musst nicht alles auf einmal wissen, aber du solltest den ersten Schritt gehen. Und zwar jetzt, denn je länger du wartest, desto weniger Zeit bleibt dir um Geld zu verdienen und den Hauskredit abzubezahlen.
➡️ Hol dir hier unseren Guide „Eigenkapital ansparen mit wenig Gehalt“ und lerne, wie du trotz Teilzeit, Elternzeit und schlechter Bezahlung schnell Eigenkapital aufbauen kannst, um dir dein Eigenheim zu finanzieren – trotz der gestiegenen Immobilienpreise!
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Wenn du denkst, das klappt eh nicht – denk nochmal dran, dass ich auch mit einem schreienden Baby auf dem Schoß angefangen hab. Und heute sitze ich im eigenen Garten und schreib diesen Artikel. Das glaubt mir keiner.







