Als ich 19 war, hab ich mein BAföG für H&M und Festival-Tickets verplant und dachte, mit 30 ist mein Leben so gut wie vorbei. Heute denk ich mir: Warum hat mir niemand gesagt, dass ich schon beim Uni-Start mit dem Geldsparen und Hausplanen hätte anfangen sollen?
Wenn du jetzt gerade dein Studium beginnst und kurz vorm Uni Start stehst, denkst du wahrscheinlich mehr an WG-Partys, Prüfungen oder BAföG – aber sicher nicht an Zinsen, Eigenkapital oder deinen späteren Hauskauf. Verstehe ich voll! Doch genau jetzt ist der richtige Moment, um die Weichen dafür zu stellen, dass dein Traum vom Eigenheim eines Tages Wirklichkeit wird. Denn der Wohnraum wird immer knapper und die Hausfinanzierung ist ohne Lottogewinn und smarte Planung heute kaum noch zu stemmen.
Denn wer früh anfängt, hat später den entscheidenden Vorteil. Und ganz ehrlich? Ich wünschte, ich hätte das früher gewusst. Ich habe während meines Studiums und bei Uni Start nicht an Eigenheim und Eigenkapital gedacht und das ist heute etwas, das ich mit am meisten bereue.
Ich habe viel zu lange zur Miete gewohnt und dabei wirklich bares Geld liegen gelassen. Was du gegen Mieterhöhungen tun kannst und was deine Rechte sind, liest du übrigens hier: zum Blogartikel
Warum du jetzt bei Uni Start anfangen solltest, ans Eigenheim zu denken
Die Immobilienpreise steigen. Kreditzinsen sind unberechenbar. Und mit dem Berufseinstieg kommt meist eine Phase, in der Geld zwar regelmäßig, aber nicht im Überfluss fließt. Wer in dieser Zeit überhaupt kein Eigenkapital hat, muss oft noch viele Jahre auf den Hauskauf warten – oder ihn komplett aufgeben.
💡 Die gute Nachricht: Du musst nicht jetzt schon kaufen. Aber du kannst jetzt schon anfangen, dich vorzubereiten.
Warum „früh anfangen“ so genial ist (auch ohne Geld)
Okay, sagen wir’s, wie’s ist: Wenn du gerade frisch im Studium steckst, zwischen Mensa-Mittag und Nebenjob jonglierst und dein Kontostand aussieht wie ein leerer Kühlschrank nach der WG-Party – dann denkst du vermutlich nicht an „Vermögensaufbau“. Aber genau jetzt ist der Moment, wo du dir einen echten Vorsprung holen kannst. Und zwar nicht, weil du plötzlich Lottogewinner wirst, sondern wegen eines kleinen Finanz-Magiers namens Zinseszins.
Zinseszins – der unterschätzte Superheld deiner Zukunft
Der Zinseszins-Effekt ist wie ein Schneeball, den du heute ganz oben auf den Berg rollst. Anfangs passiert nicht viel. Aber je länger du ihn rollen lässt, desto größer wird er – ganz automatisch. Das bedeutet: Wenn du heute auch nur ein bisschen Geld zur Seite legst (und sei es ein 20er im Monat), dann hast du mit 35 deutlich mehr davon als jemand, der erst mit 30 anfängt, aber dann gleich 200 € pro Monat spart.
Klingt wie Mathe? Ist es. Aber Mathe, die sich wirklich für dich lohnt. 😎
Ein Beispiel:
Wenn du ab heute 25 € im Monat sparst und das zu 6 % Zinsen investierst (z. B. in einen ETF), dann hast du nach 10 Jahren nicht 3.000 €, sondern rund 3.900 €.
Nach 20 Jahren sind’s über 11.600 € – obwohl du nur 6.000 € eingezahlt hast.
Und das, ohne je auf einen Latte mit Hafermilch verzichten zu müssen.
Frühzeitig Eigenkapital aufbauen (auch mit Nebeneinkommen)
Klar, Eigenkapital klingt erstmal nach dem, was andere haben. Leute mit Sparkonto seit der Taufe, Aktienpaket vom Opa oder 3.000 € Weihnachtsgeld pro Jahr. Aber guess what? Auch du kannst dir ein Eigenkapitalpolster aufbauen – sogar während des Studiums. Wirklich.
Und nein, du musst dafür nicht drei Nebenjobs jonglieren oder nachts im Callcenter sitzen. Es reicht schon ein kleiner Side Hustle, der dir Monat für Monat ein paar Extra-Euros bringt. Denk an digitale Produkte, einen Etsy-Shop, Nachhilfe geben oder einen Mini-Blog mit Affiliate-Links. Du brauchst kein Business-Gen, sondern eine Idee und Lust, sie umzusetzen. Im Zeitalter des Internets gibt es unendliche Möglichkeiten und da ist wirklich für jeden etwas dabei.
Das Beste daran?
Jede gesparte oder verdiente 50 € sind bares Argument gegenüber der Bank – und können später über deine Finanzierung entscheiden. Denn mit Eigenkapital im Rücken bekommst du oft bessere Konditionen und brauchst weniger Kredit. Und das bedeutet…
Kreditlaufzeiten clever strecken = niedrigere Monatsraten
Stell dir vor, du willst später ein Haus kaufen – sagen wir für 350.000 €. Wenn du da ganz ohne Eigenkapital reingehst und den Kredit auf 20 Jahre festsetzt, zahlst du monatlich deutlich mehr als jemand, der mit Eigenkapital startet oder auf 30 Jahre streckt. Je mehr Vorlauf du hast, desto entspannter kannst du planen.
Wenn du früh anfängst, über dein Budget, deine Einnahmen (Nebeneinkommen olé!) und deine Kreditstrategie nachzudenken, kannst du deinen Traum so strukturieren, dass du später nicht jeden Monat am Limit lebst.
Denn was bringt dir ein tolles Haus, wenn du keine Zeit mehr hast, im Garten zu sitzen, weil du ständig am Schuften bist?
💡 Tipp: Nutze Zinsrechner (z. B. auf interhyp.de), um mal durchzurechnen, wie sich Laufzeit und Eigenkapital auf deine Monatsrate auswirken. Spoiler: Ist super spannend und motiviert mega zum Dranbleiben.
Frühzeitiger Fördermittelscout werden – lohnt sich!
Während andere noch damit beschäftigt sind, ihren Wohnheimplatz zu organisieren, kannst du schon mal still und heimlich zur Fördermittel-Queen aufsteigen. Kein Witz: Förderungen wie die KfW 300 für Familien oder regionale Zuschüsse für energieeffizientes Bauen haben klare Bedingungen – und die kannst du dir frühzeitig zu Nutze machen.
Je eher du dich mit Themen wie Energieeffizienz, Neubauförderung oder Sanierungszuschüssen beschäftigst, desto besser kannst du deinen späteren Hauskauf darauf ausrichten. Und: Du wirst nicht auf dem letzten Drücker von Infos überrollt, sondern planst mit kühlem Kopf und klarer Strategie.
Glaub mir: Fördermittel verstehen ist wie Spickzettel schreiben für den Hauskauf. Alle anderen starren panisch auf den Finanzierungsplan – und du streichst entspannt 30.000 € Zuschuss ein, weil du dich vorbereitet hast. Mehr zur KfW Förderung und wie du sie bekommst findest du hier.
💡 Fakt:
Für 30.000 € KfW-Zuschuss muss man oft ein Jahr arbeiten. Oder man informiert sich einmal richtig.
Was du als Student tun kannst
Hier geht es nicht darum, im Studium ein Haus zu kaufen. Sondern darum, Strukturen zu schaffen, die dir später helfen:
1. Finanzielle Bildung aufbauen
Lerne, wie Geld funktioniert. Was ist ein Kredit? Was bedeutet Eigenkapital? Welche Nebenkosten kommen beim Hauskauf auf dich zu?
👉 All das brauchst du irgendwann – und je früher du Bescheid weißt, desto besser.
2. Sparroutinen etablieren
Auch 25 € im Monat machen einen Unterschied, wenn du sie regelmäßig beiseitelegst. Vielleicht:
- ein ETF-Sparplan
- ein separates Konto für „späteres Zuhause“
- Einnahmen aus einem Nebenjob oder Online-Business
3. Nebeneinkommen aufbauen
Heutzutage gibt es unzählige Ideen, die du online und von zuhause aus starten kannst. Diese Einkommensquellen wachsen mit dir, oft bis über’s Studium hinaus.
Nebeneinkommen im Studium: Mehr als Pizza liefern
Klar, der Klassiker ist Pizza ausfahren oder Kellnern bis dir die Knie wehtun – aber hey, wir leben im Internetzeitalter, Baby! Warum also nicht schlauer statt härter hustlen? Denn gerade im Studium hast du einen riesigen Vorteil: Du bist Experte in deinem Alltag. Und was für dich ganz normal ist, kann für andere Gold wert sein.
Hier ein paar Ideen, die wirklich was bringen – und die du ganz easy von der Bib, deinem WG-Zimmer oder dem Lieblingssessel im Café aus starten kannst:
Digitale Produkte auf Etsy
Du machst dir eh jedes Semester hübsche Lernpläne, Tabellen, Prüfungscountdowns oder Spickzettel zum Ausdrucken? Teile sie!
Verkauf sie auf Etsy – als PDF, Canva-Template oder sogar als interaktives Notion-Board.
Das Beste: Du erstellst ein Produkt einmal – und verdienst immer wieder daran.
Idee für dein erstes Produkt: Ein hübsch designter Lernplaner mit Motivationssprüchen, der sich automatisch durch Verkäufe finanziert. Hallo, passives Einkommen!
Nachhilfe oder Uni-Skripte als PDF verkaufen
Wenn du ein Fach richtig gut draufhast – why not monetarisieren?
Erstelle ein Erklär-Skript, ein Repetitorium oder eine „Crashkurs-Zusammenfassung“ deines Lieblingsseminars und biete es digital an.
Viele Studis zahlen lieber 5–10 € für ein gutes PDF, als 3 Tage YouTube-Videos zu durchforsten. Trust me.
Tipp: Plattformen wie „Stuvia“ oder „StudyDrive“ eignen sich perfekt, um deine Unterlagen zu teilen und dabei ein bisschen zu verdienen.
TikTok-Kanal mit Study-Lifehacks + Affiliate-Links
Wenn du Bock auf Content und Influencer hast (und ich weiß, Leute in deinem Alter haben das offenbar irgendwie im Blut und sind wahre Naturtalente): TikTok ist dein Spielfeld.
Zeig deinen Unialltag, teile Hacks wie „So lern ich mit Kleinkind und Nebenjob“ oder „3 günstige Tools, die mir durchs Studium helfen“.
Baue Affiliate-Links in deine Bio oder Videos ein – z. B. zu Study-Gadgets auf Amazon, deinem Lieblings-Notion-Template oder Onlinekursen.
Das bringt mit der Zeit kleine, aber feine Provisionen.
In meinem Beitrag „So stockst du dein Gehalt mit einfachen Mitteln auf“ zeige ich dir noch mehr solcher einfachen Side Hustles – speziell für Mamas, aber auch super für Studenten mit Sparziel Eigenheim.
💡 Man könnte es auch so ausdrücken:
Wer früh spart, hat früher ein Haus. Wer spät spart, hat später Stress.
Ein Mini Side Hustle im Studium ist wie ein unsichtbarer Turbo-Booster:
Du merkst es am Anfang kaum und du denkst vielleicht es lohnt sich noch, aber später wirst du deine Ziele schneller erreichen als die anderen.
Und das Beste? Du baust dir nicht nur ein paar Rücklagen auf, sondern auch Skills und Selbstvertrauen, die du später beim Hauskauf richtig gut brauchen kannst.
Rechenbeispiel: Was bringt das wirklich?
Nehmen wir an, du sparst ab dem 1. Semester 75 € im Monat durch einen kleinen Nebenjob:
75 € × 12 Monate × 6 Jahre (inkl. Master) = 5.400 € Eigenkapital
Wenn du dazu noch einen Mini-Blog oder Etsy-Shop startest, der dir nach 2 Jahren monatlich 150 € bringt, sieht’s schon so aus:
150 € × 24 Monate + 5.400 € = 9.000 € Eigenkapital
Und das alles neben dem Studium, ohne dich zu überarbeiten. Klingt machbar, oder?
Du bist nicht zu jung, um smart zu planen
Vielleicht fühlst du dich zu jung für ein Thema wie Immobilien, weil es sich so gebunden und erwachsen anhört. Aber Fakt ist:
Wer den Hauskauf erst in den 30ern „mal ins Auge fasst“, hat oft schon 10 Jahre Geld nicht zur Seite gelegt.
Du kannst dir jetzt die Zeit nehmen, Schritt für Schritt:
- deine Ziele zu definieren
- deine Finanzen zu strukturieren
- dir ein Nebeneinkommen aufzubauen
- früh die Grundlagen für dein „Projekt Eigenheim“ zu legen
Q&A: Geld fürs Eigenheim sparen – schon ab dem Uni-Start?
Macht das überhaupt Sinn, jetzt schon ans Eigenheim zu denken?
Ja, und wie!
Je früher du anfängst, desto mehr kannst du mit kleinen Beträgen erreichen. Du musst nicht sofort Baupläne zeichnen – aber wenn du heute schon lernst, wie Sparen, Förderungen und Side Hustles funktionieren, wirst du später nicht wie der Ochs vorm Notar stehen.
Du planst nicht das Haus – du planst deine Freiheit.
Ich hab im Studium kaum Geld übrig – wie soll ich da sparen?
Verständlich! Aber: Es geht nicht um viel Geld, sondern um Regelmäßigkeit.
Spar lieber 15 € im Monat als gar nichts. Auch Mikro-Sparen über Tools wie „Round-Up“ bei Banking-Apps (z. B. Vivid oder Monkee) kann mit der Zeit echt was bringen. Und du trainierst deine finanzielle Disziplin – die brauchst du beim Hauskauf sowieso.
Kann ich mit einem Nebenjob wirklich Eigenkapital fürs Haus aufbauen?
Absolut!
Ein Mini-Nebeneinkommen (z. B. Etsy-Shop, Nachhilfe, Blog mit Affiliate-Links) bringt oft mehr als jeder klassische Studentenjob – und das flexibel von zu Hause aus. In meinem Artikel „So stockst du dein Gehalt mit einfachen Mitteln auf“ findest du viele Ideen, mit denen du auch ohne Startkapital loslegen kannst.
Was ist, wenn ich später eh woanders hinziehe – bringt mir das Sparen trotzdem was?
Oh ja. Eigenkapital ist universell nutzbar – egal ob du später ein Haus in Brandenburg oder eine Eigentumswohnung in Köln willst.
Und selbst wenn du nicht kaufst, hast du ein finanzielles Polster für andere Träume. Vielleicht möchtest du auch eine Weltreise machen oder dir einen Camper Van kaufen. Es gewinnt immer der, der früh losläuft.
Welche Förderprogramme sollte ich jetzt schon kennen?
Die KfW-Förderung ist ein guter Start.
Vor allem:
- KfW 300 – für klimafreundlichen Neubau mit Familienförderung
- KfW 297/298 – für nachhaltige Neubauten
- Regionale Programme deiner Stadt oder deines Bundeslandes
Merke dir: Die Förderbedingungen ändern sich laufend – je früher du drin bist, desto besser kannst du planen und profitieren.
Fazit: Kleine Schritte heute = große Freiheit morgen
Du musst heute keine Immobilie kaufen – aber du kannst heute damit anfangen, sie dir eines Tages leisten zu können.
Je eher du dich mit dem Thema beschäftigst, desto selbstbestimmter gehst du deinen Weg – egal, ob du später als Familie bauen willst oder dir eine Eigentumswohnung in der Stadt wünschst.
Und genau dabei hilft dir Hustle dich heim: Mit ehrlichen Tipps, smarten Nebeneinkommen-Ideen und einer Community, die versteht, dass der Traum vom Eigenheim kein Luxus ist – sondern Planungs- und Hustle-Sache. Folge uns auch bei Instagram unter @hustledichheim
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