Als ich an einem heißen Sommertag bei 34 Grad in unserer Dachgeschoss-Altbaubude ohne Garten mit einem halben Auge durch Immobilienscout scrollte (während ich mit dem anderen auf meinen Sohn aufpasste, damit er nicht die Prime Fernbedienung isst), wurde mir eins klar: Wenn ich jemals in einem eigenen Haus mit Garten wohnen möchte, dann reichen unsere Normalo-Gehälter (und vor allem meins in Teilzeit) nie im Leben. Spätestens jetzt wusste ich: ich muss mir ein Nebeneinkommen aufbauen und mein Gehalt aufstocken, wenn ich vom Hauskauf ohne Eigenkapital träume.
Und bevor du jetzt denkst: „Ich habe doch weder Startkapital und Ahnung vom Business noch Zeit für sowas“ – genau das dachte ich auch. Das denken wohl die meisten, bevor sie starten.
Kein Startkapital? Kein Extra-Wissen? Kaum Zeit? Kein Problem!
Du denkst vielleicht gerade: „Klingt ja nett – aber ich hab doch kein Business-Studium, keine 5.000 € zum Investieren und ehrlich gesagt kaum Zeit zwischen Baby, Job und mentaler To-do-Liste.“
Und genau deshalb bist du hier goldrichtig.
Denn um ein Nebeneinkommen aufbauen und dein Gehalt aufstocken zu können, brauchst du nicht viel Geld, kein Vorwissen und auch keine 10 Stunden pro Woche.
Was du brauchst, ist:
- eine kleine Idee, die jemand anderem hilft oder Zeit spart (zum Beispiel ein Wochenplaner für Mamas oder Lernhilfe für andere Studis)
- ein paar ruhige Stunden, vielleicht wenn das Kind schläft oder du mal Leerlauf hast
- und eine Prise Mut, es einfach mal auszuprobieren (weil: du kannst nichts verlieren – nur lernen)
Deshalb teile ich heute mit dir 7 ganz einfache, alltagstaugliche Ideen, mit denen du dir ein Nebeneinkommen aufbauen kannst – ganz ohne dass du Ahnung vom Business brauchst oder viel Startkapital.
Ich hatte am Anfang auch keine Ahnung, wie man einen Blog aufsetzt oder ein digitales Produkt erstellt. Ich hab’s mir mit YouTube-Videos, Google und Try & Error beigebracht – zwischen Stillpausen und Einschlafbegleitung. Und weißt du was? Es hat trotzdem funktioniert. Denn wenn du Nebeneinkommen aufbauen und dein Gehalt aufstocken kannst, dann wird dein Traum vom Eigenheim doch noch wahr.
1. Verkaufe digitale Produkte auf Etsy
Wenn du Canva bedienen kannst (oder bereit bist, es zu lernen), dann kannst du verkaufen: Stundenpläne, Kita-Listen, Geburtstagsplaner, Wochenmenü-Vorlagen, Ausmalbilder – Mamas lieben Ordnung und Schönes!
Du brauchst keine Riesen-Community, sondern nur ein gutes Produkt und ein bisschen Pinterest-Zauber, um gefunden zu werden. Großer Vorteil: Du erstellst das Produkt einmal und verdienst immer wieder damit.
Hier kannst du vor allem auf Trends setzen. Verkaufe Designs mit Kürbissen im Herbst, die sind dann besonders gefragt. Stundenpläne sind vor allem im August gefragt. Du erkennst, worauf ich hinaus will, oder?
Schau doch mal bei Etsy und lass dich inspirieren. Sowas kannst du doch auch, oder?
2. Starte einen Blog mit Affiliate-Links
Du liest gerne Blogs? Dann fang an, selbst einen zu schreiben. Wähle ein Thema, das du liebst (z. B. Haushaltstipps mit Kindern, Spielideen für Kleinkinder, günstige DIYs) und verlinke passende Produkte über Partnerprogramme, zum Beispiel über Amazon Partner Net. Das Arbeiten mit Affiliate-Partner kostet dich nichts.
Wenn jemand über deinen Link kauft, bekommst du eine kleine Provision. Jedes Mal. Auch wenn du gerade Milchflaschen auskochst oder an anderen Dingen arbeitest und du dir schon das nächste Business aufbaust.
Alles was du dafür brauchst: einen Blog. Den kannst du dir zum Beispiel mit IONOS aufbauen für ein paar wenige Euro im Monat. Du brauchst dafür kein Vorwissen oder technisches Know How. Damit kannst du dir ganz wunderbar eine echtes Nebeneinkommen aufbauen, dass dir regelmäßiges passives Einkommen bringt.
3. Verkaufe Kleidung und Spielsachen weiter
Du brauchst kein eigenes Business, um Geld zu verdienen. Manchmal reicht ein kritischer Blick in den Keller. Wenn du Mama bist, lohnt es sich um so mehr. Die Kinder wachsen schließlich so schnell aus ihren süßen Sachen heraus und oft sind die Sachen kaum getragen.
Als Plattformen für den Verkauf eigenen sich unter anderem:
- Vinted
- Kleinanzeigen
- Sellpy (vor allem wenn du wenig Zeit hast, weil du dich hier nicht selbst um deine Anzeigen kümmern musst)
Diese eignen sich perfekt, um Babysachen, gut erhaltene Kleidung oder Spielzeug weiterzuverkaufen. Was weg ist, schafft Platz – und bringt Geld aufs Eigenkapital-Konto.
4. Mini-Kurse oder PDFs erstellen
Wenn du ein Thema hast, das du anderen beibringen kannst (auch wenn es banal wirkt!), dann erstelle einen PDF-Kurs oder ein Mini-Workbook. Z. B. „Windelfrei starten leicht gemacht“ oder „Essensplan für picky Kleinkinder“.
Schau mal bei Instagram, was die Influencer alles so anbieten. Du wirst überrascht sein, was die Leute alles kaufen. Also sei kreativ. Es gibt für (fast) alles eine Nische.
Verkaufen kannst du es über Ablefy (hieß mal elopage) oder Digistore24. Digitale Produkte haben den Vorteil, dass du dich nicht um ein Lager und den Versand kümmern musst. Super, oder?
5. Nachhilfe oder Online-Angebote
Bist du in Englisch, Mathe oder Bio fit? Dann biete Online-Nachhilfe an. Auch Grundschul-Niveau ist gefragt! Oder überleg dir eine kreative Idee: z. B. „Deutsch für Kita-Kinder mit Migrationshintergrund“ – per Zoom. Klingt nischig? Genau deswegen wird’s gebucht.
6. Virtuelle Assistenz light
Du bist organisiert und kannst gut schreiben oder strukturieren? Dann hilf anderen Online-Unternehmerinnen. Viele suchen Unterstützung für Social Media, E-Mail-Beantwortung, Recherchen oder Formatieren von PDFs.
Du brauchst keine Ausbildung – nur Zuverlässigkeit. Und ein gutes Zeitfenster am Abend, wenn die Kinder schlafen.
7. Pinterest-Pins gestalten
Pinterest ist ein Traffic-Goldschatz, aber viele Unternehmerinnen haben keine Zeit dafür. Wenn du Lust auf Gestaltung hast, übe dich an ein paar Beispiel-Pins (Canva-Vorlagen gibt’s genug) und biete deine Hilfe an. Erstmal in Facebook-Gruppen, dann vielleicht bald auf Fiverr.
Wie finde ich überhaupt eine Nische, in der ich was verkaufen kann?
Ganz ehrlich? Die beste Nische findest du nicht im Business-Lehrbuch, sondern in deinem Alltag. Denn: Was für dich selbstverständlich ist, kann für andere genau das sein, was sie dringend brauchen.
Frag dich mal:
- Was fragen dich andere oft um Hilfe oder Rat? (z. B. „Wie hast du das mit der Kita-Eingewöhnung gemacht?“)
- Was hast du selbst kürzlich gegoogelt oder gebraucht – aber nichts Passendes gefunden?
- Wofür bist du in deinem Umfeld bekannt? („Du machst doch immer so schöne Geschenkideen!“)
Dann schau mal auf Etsy oder Pinterest – was wird dort angeboten, was in deine Richtung geht? Oft reicht schon ein kleiner Dreh, um aus einem persönlichen Aha-Moment ein digitales Produkt zu machen.
💡 Beispiel:
Du bist super darin, Wochenpläne für die Familie zu organisieren? Dann erstell einen „Meal Planner für gestresste Mamas“.
Oder: Du hast deine Schwangerschaft alleine gestemmt? Dann teil deine Erfahrung als Ratgeber-Workbook.
Oder: Du liebst Montessori-DIYs? Dann biete Vorlagen zum Ausdrucken an.
Deine Nische ist da, wo sich deine Erfahrung mit dem Bedarf anderer überschneidet.
Und du brauchst keine tausend Ideen – eine reicht für den Anfang. Mit einer passenden Nische ist Nebeneinkommen aufbauen und Gehalt aufstocken ein Kinderspiel, ehrlich!
Wie finde ich denn Kunden?
Die gute Nachricht zuerst: Du musst nicht tanzen, nicht in die Kamera quatschen und auch keinen Instagram-Algorithmus beschwören, um deine ersten Produkte zu verkaufen, denn viele von uns wollen gar nicht ins Rampenlicht. Du brauchst vor allem eins: Menschen, die genau danach suchen, was du anbietest.
Und da kommt Pinterest ins Spiel. Und das ist immer noch eine Art Geheimtipp, weil Pinterest in Deutschland noch nicht so sehr verbreitet ist wie in den USA.
Pinterest ist keine Social-Media-Plattform wie TikTok oder Insta. Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine. Das bedeutet: Deine potenziellen Kund:innen geben dort Begriffe ein wie:
- „Einschlafhilfe Baby zum Ausdrucken“
- „Checkliste Geburt Alleine“
- „Digitale Geschenkideen Weihnachten“
Wenn du dort mit deinem Produkt sichtbar bist – z. B. durch einen schönen Pin mit dem Titel „Printable Wochenplan für Mamas – sofort downloaden“ – landet genau die richtige Person bei dir. Und zwar nicht, weil du 1000 Follower hast, sondern weil du das Problem gelöst hast, nach dem sie gerade gesucht hat.
Warum Pinterest perfekt für den Online Business Start ist:
- Du brauchst keine Community, nur gute Inhalte
- Deine Pins werden monatelang gefunden – ganz ohne täglich posten
- Du kannst auch als Introvertierte entspannt sichtbar werden
- Du erreichst Menschen, die jetzt kaufen wollen – nicht nur scrollen
Pro-Tipp: Verwende passende Keywords in deinem Pin-Titel und in der Pin-Beschreibung. Und verlinke deinen Etsy-Shop oder deine Verkaufsseite direkt.
Pinterest ist quasi wie ein stiller Verkäufer, der rund um die Uhr arbeitet – auch nachts, wenn du schläfst oder gerade die Brotdose für morgen richtest. Damit kannst du rund um die Uhr Kunden gewinnen und dein Nebeneinkommen aufbauen.
Q&A: Gehalt aufstocken und Nebeneinkommen aufbauen
Brauche ich spezielles Wissen, um ein Nebeneinkommen aufbauen zu können?
Nein!
Du brauchst vor allem eins: die Bereitschaft, anzufangen, auch wenn du noch nicht alles weißt. Viele meiner Leserinnen starten mit Dingen, die sie sowieso schon gut können – zum Beispiel DIY-Projekte, Organisation im Alltag oder Tipps rund ums Mama-Leben.
Das Wissen wächst mit dem Tun – und nicht umgekehrt.
Wie viel Zeit muss ich investieren? Ich hab ein Baby, einen Job, ein Leben…
Verstehe ich absolut! Deshalb: Fang klein an.
Wenn du 2–3 Stunden pro Woche findest, kannst du schon richtig was aufbauen.
Ich habe in der Elternzeit abends auf der Couch meine ersten Canva-Designs erstellt und PDFs bei Etsy verkauft – während mein Baby an mir gekuschelt hat.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein – sondern dran zu bleiben, in deinem Tempo. Es musst ja auch nicht von jetzt auf gleich fertig sein. Du kannst dir Stück für Stück was aufbauen. Kein Stress.
Ich hab kein Geld übrig. Muss ich investieren, um zu starten?
Nein – null Euro reichen zum Start.
Du kannst komplett kostenlos loslegen:
- mit einem Etsy-Shop (Gebühren erst bei Verkauf)
- mit einem kostenlosen Canva-Konto für Designs
- oder einem Blog mit Affiliate-Links (Domain: ca. 1–2 € pro Monat)
Du kannst also sofort loslegen. Und das Beste: wenn du kein Startkapital investieren musst, dann kannst du auch kein Geld verzocken. Du hast also kein Risiko. Im schlimmsten Fall verdienst du einfach nichts dazu. Also was kann schon passieren?
Was sind die einfachsten Ideen für ein Nebeneinkommen?
Ich persönlich finde, dass diese 3 Ideen einfache Einstiege ins Online Business sind:
Digitale Produkte: z. B. Planer, Checklisten, Kindergeburtstags-Vorlagen auf Etsy
Blog + Affiliate-Links: Teile deine Tipps und verlinke passende Produkte
Mini-Kurs oder PDF-Ratgeber: zu deinem Hobby oder deinem Mama-Know-how
Muss ich ein Gewerbe anmelden?
Sobald du Gewinnerzielungsabsicht hast, musst du ein Gewerbe anmelden. Das klingt erstmal schwierig, aber das ist es wirklich gar nicht. Es ist nur Formsache. Du kannst bei deinem Gewerbeamt (Teil des Rathauses) oder sogar online ganz einfach dein Gewerbe anmelden (Kosten einmalig ca. 30 Euro). Dann darfst du offiziell loslegen und ganz legal Dinge verkaufen – und hey, ab dann hast du ganz offiziell dein eigenes Business. Ich garantiere dir: das fühlt sich super an!
Eine Schritt für Schritt Anleitung, wie du dir ein Nebeneinkommen aufbaust (inkl. Gewerbeanmeldung) bekommst du übrigens in unserem Guide zum Eigenkapital aufbauen mit wenig Gehalt: zum Download (für 0 Euro!)
Wie ist das mit den Steuern?
Für ein kleines Nebeneinkommen kannst du von der sogenannten Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Das bedeutet, dass du keine Umsatzsteuer zahlen musst. Du zahlst lediglich deine Einkommensteuer, so wie bei deinem üblichen Gehalt auch. Du gibst deine zusätzlichen Einnahmen einfach mit deiner ganz normalen Einkommenssteuererklärung an. Das kannst du ganz einfach selbst machen und du brauchst keinen Steuerberater.
Was ist, wenn es niemand kauft?
Dann bist du offiziell eine Unternehmerin 😉
Denn niemand startet mit 1.000 Verkäufen. Es gehört dazu, zu testen, zu verbessern und dran zu bleiben. Und hey – das erste Mal, wenn du eine Benachrichtigung bekommst „1 Verkauf über Etsy“ oder „Jemand hat deinen Link genutzt“ – das ist pure Magie. Und ganz ehrlich? Das macht süchtig… es motiviert dich umso mehr, weiterzumachen und dein kleines aber feines Business auszubauen. So wächst dein Nebeneinkommen mit dir – und dein Gehalt. Dann klappt es irgendwann ganz sicher mit dem Hauskauf!
Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll
Ich weiß, die Möglichkeiten sind unzählig und es ist gar nicht so einfach, sich da für einen Weg zu entscheiden. Natürlich kannst du auch mehrere Ideen umsetzen, aber für den Anfang empfehle ich dir, bei einer Idee zu bleiben und diese erstmal aufzubauen.
Damit dir das leichter fällt, habe ich dir eine Schritt für Schritt Anleitung (für 0 Euro!) zum Aufbau deines Online Business erstellt – für einen echten Kick Start! Denn mit einem Nebeneinkommen ist das Eigenkapital ansparen für deine Hausfinanzierung deutlich einfacher, vor allem wenn du in Elternzeit oder Teilzeit bist und ihr von nur einem Gehalt leben müsst.
Was hast du zu verlieren?
Wie schon gesagt: im schlimmsten Fall kauft keiner dein Produkt und du verdienst halt nichts dazu. Aber du verlierst kein Kapital (ok, außer die einmalige Gebühr für die Gewerbeanmeldung wenn wir ganz genau sein wollen). Dein Haus-Traum braucht kein Lotto-Glück – sondern nur dich, mit einer Idee und ein bisschen Mut. Du musst nicht alles auf einmal machen. Fang klein an. Eine Stunde pro Woche. Eine Liste. Eine erste Idee.
Denn je früher du startest, desto eher kannst du sagen: „Ich hab das Eigenkapital einfach selbst aufgebaut.“ Und genau so wird ein Traumhaus draus. Und so schaffst du es trotz Elternzeit, Teilzeit oder was auch immer doch noch zum Hauskauf ohne Eigenkapital!
Mit der richtigen Vorgehensweise bekommst du durch Fördermittel nämlich auch noch bis zu 30.000 Euro für dein Haus geschenkt. Hier kannst du mehr dazu lesen: Mit KfW Förderung 30.000 Euro für dein Haus geschenkt







